Das Irlen-Syndrom

Grundlagen

Das Irlen-Syndrom

Eine Störung der visuellen Wahrnehmung – unabhängig von der Sehschärfe. Entscheidend ist, wie das Gehirn Licht und Kontraste verarbeitet.

Was im Gehirn passiert

Bei Betroffenen verarbeitet das Gehirn bestimmte Lichtwellenlängen nicht richtig. Die Folge sind verzerrte oder unruhige Texte, Blendung und rasche Ermüdung. Farbige Filter reduzieren die problematischen Wellenlängen – dadurch beruhigt sich das Bild, und Lesen wird spürbar angenehmer.

Nicht dasselbe wie eine Sehschwäche

Augenärztliche Untersuchungen sind meist unauffällig. Eine gewöhnliche Brille korrigiert die Sehschärfe, nicht aber die Verarbeitung im Gehirn. Deshalb bleibt das Irlen-Syndrom oft über Jahre unerkannt.

Dauerlichtstress

Viele Betroffene stehen unter dauerndem visuellem Stress: helles Licht, Leuchtstoffröhren, Bildschirme oder weißes Papier strengen an und lösen Kopfschmerzen aus. Dieser Dauerlichtstress ermüdet und beeinträchtigt Konzentration und Wohlbefinden.

Häufig zusammen mit anderen Themen

Das Irlen-Syndrom kann eigenständig auftreten oder andere Schwierigkeiten begleiten und verstärken:

  • Legasthenie / Lese-Rechtschreib-Schwäche
  • Migräne und wiederkehrende Kopfschmerzen
  • ADHS und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Autismus-Spektrum
  • Folgen von Schädel-Hirn-Trauma und Schleudertrauma

Könnte das auf Sie zutreffen?

Ein kurzer Selbsttest gibt erste Hinweise – eine Abklärung sorgt für Klarheit.